Die Judoabteilung „Sakura“ – erfolgreich im ETSV

Ob Wilfried Paulus, der 1971 mit 13 Schülern in der ehemaligen Marinekaserne die Judosparte gründete, ahnen konnte, dass sich die „Sakura“ im Laufe der Jahre zu einer der erfolgreichsten Abteilungen des ETSV entwickelt? Interessant wie die Entwicklung der Sparte ist die Geschichte des Judo selbst. 1882 gründete der „Erfinder“ des Judo, Jigoro Kano (1860 – 1938), in Japan Kodokan.

Streng nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ bzw. „maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand“ wird beim Judo (wörtlich: der sanfte Weg) nicht ausschließlich an der körperlichen Fitness, sondern auch an der positiven Persönlichkeitsentwicklung gearbeitet. Zwei Philosophien liegen dem Judo im Wesentlichen zugrunde: zum einen das gegenseitige Helfen und Verstehen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen (jita-kyoei), zum anderen der bestmögliche Einsatz von Körper und Geist (sei-ryoku-zenyo).

Die drei Säulen des Kodokan-Judo sind Kata (themengebundene „Kür“ mit Partner), Randori (verschiedene Kampfarten) sowie Shiai (der eigentliche Wettkampf).

Besonders Mädchen profitieren vom Judo, das durch seine ausgewogene Kombination, dieses Körper und Geist fördernden Trainings, die Bildung von Selbstbehauptung und Selbstbewußtsein tatkräftig unterstützt. Teile jeder Trainingsstunde sind Gymnastik, Spiele zur Auflockerung sowie überwiegend das Erlernen und Vertiefen von Techniken. Das Techniktraining stützt sich auf drei Säulen:

Nage waza (Wurftechniken), Ne waza (Bodentechniken) und Ukemi Waza (Falltechniken). Wird ein bestimmter Wissensstand erreicht, kann ein Proband vor versierten Prüfern eine Gürtelprüfung ablegen. Es gibt neun Schülergrade (weiß bis braun) und zehn Meistergrade (fünf schwarze, drei rot-weiße sowie zwei rote).

Zurzeit ist die Judosparte mit zirka 150 Mitgliedern die drittgrößte Sparte im ETSV. Drei Trainer B und drei Trainer C werden von neun Co-Trainern unterstützt. Vier Danträger (Schwarzgurte) sind in den eigenen Reihen aktiv.

Montagsgruppe Sakura Glückstadt

Teile der Montagsgruppe

Die Altersspanne der „Sakuras“ ist groß. So werden eine Erwachsenengruppe, eine große Jugendgruppe, mehrere Kindergruppen und eine Wettkampfgruppe von den Trainern auf beste ausgebildet und betreut. Jeder der ca. 5- bis 65-jährigen wird seinen körperlichen Voraussetzungen und Ansprüchen entsprechend gefördert – eine anspruchsvolle Aufgabe, der sich das Trainer-Team gern und effektiv stellt. Hierbei legt es jedoch auch großen Wert darauf, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.

Seit einigen Jahren wird die Arbeit im Zusammenhang mit der Teilnahme an Wettkämpfen forciert. Viele Titel auf Bezirks- und Landesebene sprechen für die erfolgreiche Arbeit der Trainer und die Begeisterung der talentierten Kämpfer. Nur ein Beispiel von vielen: allein bei der letzten Bezirksmeisterschaft der Altersklasse U14 wurden sechs Titel nach Glückstadt geholt.

Besonders freuen sich die Judokas über die neue Fortunahalle. Und dort schließt sich der Kreis: In dieser wirklich schönen Halle wird heute wie vor 37 Jahren mit Begeisterung der Sport ausgeübt, den die „Sakuras“ mit Leidenschaft betreiben: Judo, weil es gut ist: für Körper und Seele.

Du musst dich registrieren, wenn du Kommentare verfassen willst.

   

Anmeldung  

   

Zufallsbild